PREISE/AUSZEICHNUNGEN

 

 

„LOU ANDREAS-SALOMÉ“ erhält NDR-Filmpreis auf dem Filmfest Emden-Norderney cordula preisverleihung emden

„Lou Andreas-Salomé“ erhielt beim 27. Internationalen Filmfest Emden-Norderney den NDR-Filmpreis für den Nachwuchs. Die Auszeichnung wird für einen deutschen Erstlings- oder zweiten Spielfilm vergeben, der bei dem Festival die höchste Publikums-Bewertung bekommen hat. Die Regisseurin und Produzentin des Films, Cordula Kablitz-Post, nahm den mit 5.000 Euro dotierten Preis entgegen.

Wir freuen uns über den Hauptpreis der Semaine du Cinema Allemand de Dinard für LOU ANDREAS-SALOMÉ

 

Le Bretzel d’or 2017, prix du public de la semaine du Cinéma Allemand de Dinard, a été attribué au film Lou Andreas-Salomé de Cordula Kablitz-Post, biopic qui passait en avant-première (1h53min)
Sortie en Salles le 31 mai 2017: https://www.youtube.com/watch?v=YQBm7Oj2jeU
Avec
>Katharina Lorenz,
>Nicole Heesters,
>Liv Lisa Fries,
>Helena Pieske,
>Katharina Schüttler
Photos Cordula Kaplitz Post et équipe Emeraude Kino

Classement 2017:
1) Lou Andreas-Salomé
Un film de Cordula Kablitz-Post(1h53min)
Avec Katharina Lorenz, Nicole Heesters, Liv Lisa Fries, Helena
Pieske, Katharina Schüttler

2) Paula – Mein leben soll ein fest sein
Un film de Christian Schwochow (2h03min)
Avec Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch, Roxane Duran, Stanley Weber

3) Le Journal d’Anne frank -Das Tagebuch der Anne Frank
Un film de Hans Steinbichler (2h08min)
Avec Lea van Acken, Martina Gedeck, Ulrich Noethen

 

LOU ANDREAS-SALOMÉ Jury-Begründung
Prädikat besonders wertvoll
Die FBW-Jury hat dem Film das Prädikat besonders wertvoll verliehen.

Die russisch-deutsche Schriftstellerin, Philosophin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé war eine außergewöhnliche Persönlichkeit: freiheitsliebend, klug, furchtlos und voller Forschungsdrang. Cordula Kablitz-Post hat in ihrem Spielfilm stilistische Mittel gefunden, um der Komplexität der Figur und ihrer historischen Bedeutung gerecht zu werden. In der Rahmenhandlung wird sie uns als eine 70jährige Intellektuelle vorgestellt, die im Deutschland der 30er Jahre nach den Bücherverbrennungen damit rechnen muss, von den Nationalsozialisten diskriminiert und verfolgt zu werden. So begegnet sie dem jungen Germanisten Ernst Pfeiffer zuerst mit Misstrauen, als dieser sie darum bittet, ihn wegen seiner Schreibblockade zu therapieren. Die Behandlung besteht dann darin, dass sie ihm im Laufe vieler Besuche ihre Lebensgeschichte diktiert. Nicole Heesters spielt sie in diesen Sequenzen mit einer souveränen Gelassenheit. Man glaubt ihr die analytische Intelligenz und geistige Unabhängigkeit, die die Titelheldin auszeichnete – und diese nicht zu unterschätzende Leistung gelingt auch den drei anderen Schauspielerinnen, die Lou Andreas-Salomé in den Rückblenden verkörpern. In diesen werden Schlüsselszenen aus ihrem Leben gezeigt: ein früher Akt der Rebellion während eines Gottesdienstes, Auseinandersetzungen mit der Mutter und eine sehr komische Sequenz während eines gesellschaftlichen Empfangs, bei dem sie statt des dort üblichen Geplauders aus dem Stehgreif eine kleine philosophische Ausführung hält, durch die sie einen der Herren mit ihrer schieren Brillianz zu verführen scheint. Diese Wirkung hat sie auch auf den jungen Rainer Maria Rilke und Friedrich Nietzsche gehabt, und auch wenn sich Cordula Kablitz-Post viel Zeit dafür nimmt, von ihren Beziehungen zu diesen bekannten historischen Persönlichkeiten zu erzählen, kann nicht davon die Rede sein, sie würde über diese definiert werden. Stattdessen scheint sie es zu sein, die die Persönlichkeiten der noch jungen Männer formt, indem sie etwa René Maria Rilke dazu ermunterte, ein besserer Poet zu werden und ihn dazu brachte, seinen Namen zu ändern. Kaplitz-Post gelingt es Rilke, Nietzsche und später auch Sigmund Freud in wenigen, prägnanten Auftritten lebendig werden zu lassen, wobei sie sich derer bekannten Manierismen bedient, ohne sie zu übertreiben und so Karikaturen zu zeichnen. Und sie reden alle in geschickt gebauten und formulierten Dialogen, in denen jeweils ihre Sicht auf die Welt und ihr Talent offenbart werden, ohne dass dies je konstruiert wirkt. Ausstattung, Kostüme und Maskenbild wirken zwar authentisch, aber Kablitz-Post arbeitet auch mit kleinen stilistischen Widerhaken, mit denen sie darauf hinweist, dass sie hier die Vergangenheit spielerisch inszeniert: An manchen Schnittstellen, bei denen zwischen Zeiten und Orten gewechselt wird, nutzt sie für kurze animierte Einstellungen Motive aus alten Postkarten, in denen sie ihre Protagonistin herumspazieren lässt. Sie lässt sich nicht auf festgefügten, starren Bildern fassen – das ist raffiniert, originell und optisch reizvoll. Cordula Kaplitz-Post ist ein intelligenter, auf allen Ebenen künstlerisch überzeugender und bei all dem auch noch erstaunlich unterhaltsamer Film gelungen.

FESTIVALS

Juni 2016

Festival des deutschen Films Ludwigshafen

Juni 2016

Internationales Filmfest Emden-Norderney

11.06. – 19.06.2016

Shanghai IFF

November 2016

Festival des dt. Films China

05.10. – 11.10.2016

Festival des dt. Films Paris

21.11.2016

Tage des deutschsprachigen Films Nicosia

November 2016

German Filmfest Australia

28.11. – 04.12.2016

Goethe-Institut Tbilissi MADE IN GERMANY beim Tbilissi IFF

Januar 2017

GI Bangkok OPenAir Festival

03.02. – 08.02.2017

Berlin & Beyond

02.02. – 09.02.17

Bengaluru International Film Festival

10.02.2017

Goethe Instut Strasbourg

16.03. – 20.03.2017

Jewish Film and Cultural Festival of Lisbon

20.03. – 26.03.2017

„Creative Woman“ film Cycle Segovia, Spain

29.03. – 09.04.2017

Cleveland IFF

Nomination: ReelWomenDirect Award for Excellence in Directing by a Woman

20.04. – 23.04.2017

Julien Dubuque IFF

20.04. – 25.04.17

Seoul International Agape FF

Mai 2017

German Language Film Fest in Ottawa

Mai 2017

Semaine du Cinéma Allemand de Dinard 2017